Stationäre Zusatversicherung

Mehr als nur 1-Bett oder 2 Bett Zimmer

Beim Thema Zusatzversicherung denken die meisten Deutschen gleich an die Zahnzusatzversicherung.
Was hierbei der Unterschied zwischen Ergänzungs-und reinem Zusatztarif ist, ist oft garnicht bekannt.  Eine deutlich wichtigere Absicherung wird allerdings meist ganz weggelassen.

Die Zahnzusatzthematik wird an anderer Stelle erläutert werden. Heute soll auf
Begebenheiten bei Behandlungen im Krankenhaus aufmerksam gemacht werden, weil hier
kaum Augenmerk in der Bevölkerung auf dieser Form der Absicherung liegt.
Wenn eine Person in ein Krankenhaus stationär eingeliefert wird und diese Person ein
Kassenpatient ist, dann erfolgt stets eine Behandlung nach dem Sozialgesetzbuch V (SGB). Das
SGB ist immer die Grundlage füralle Themen rund um die gesetzliche Krankenkasse.
Im Krankenhaus ist der § 85 SGB maßgebend und führt uns zu den sogenannten DRG (German
Diagnosis Related Groups) Fallpauschalen. Um Kosten im Gesundheitssystem einzudämmen
ist jede stationäre Behandlung in eine diagnoseinduzierte Kostenpauschale einzubringen.
Hierfür gibt es lange Tabellen und komplizierte Rechenverfahren bis dann der endgültige
Euro Erstattungsbetrag für Operation x oder Behandlung y feststeht. Oftmals reichen diese
gar nicht aus. Um überhaupt gewinnbringend arbeiten zu können sprechen Insider vom sogenannten
„Touch-Down-Prinzip“. Rein ins Krankenhaus. Schnell auf die Liege (Bett). Und sofort wieder
raus. Es gibt ca. 1200 solcher Pauschalen. Man geht davon aus, dass dadurch die
Ökonomisierung der Krankenhäuser zunimmt.
Gerade bei langwierigen und chronischen Fällen sind die Fallpauschalen schnell erschöpft.
Hier holt man sich dann an anderer Stelle das Geld wieder rein.
Durch weniger Personal, weniger Betreuung und weniger Behandlungstage, um noch ein
wenig Marge zu erzielen.
Um nicht in solch eine Situation zu geraten, empfiehlt es sich dringend eine stationäre
Zusatzversicherung abzuschließen. Wichtig ist hierbei eine freie Arztwahl,eine Erstattung
der Gebührenordnung auch über dem 3.5 fachen Satz. Das 1 oder 2 Bettzimmer sind meist
in solchen Policen inkludiert. Das 1 oder 2 Bettzimmer ist für den Versicherer eher
eine Nebensache. Auch ein Kassenpatient kann schließlich upgraden. Einzelzimmer kosten je
nach Region und Stadt zwischen 80-180 EUR.
Entscheidend ist, dass hier nicht eine Rationierung anzusetzen ist. Fallpauschalen spielen
keine Rolle. Die gesetzliche Kasse leistet diese Pauschale. Der privatärztliche Teil wird allerdings nur von der stationären Zusatzversicherung erstattet.                                      Und zwar ohne zeitliche Begrenzung. Das gibt Ihnen die Sicherheit auch nach bester medizinischer Kunst behandelt zu werden. Zeit spielt keine Rolle. Man wird sich sogar überSie freuen.

Sinnvoll ist ein Einstieg so früh wie möglich. Denn wie bei jeder privaten Zusatzversicherung
stehen Gesundheitsfragen im Raum. Und je jünger man ist,desto höher im Allgemeinen die
Wahrscheinlichkeit, dass man noch gesund ist.
Eine Besonderheit betrifft Privatversicherte. Diese werden anders abgerechnet und sind im
Prinzip immer Selbstzahler. Manche Privatversicherte haben oft keine privatärztlichen
Leistungen abgedeckt. Das ist gefährlich, da im Leistungsfall hohe Differenzkosten zur
Grundbehandlung anfallen. Diese können schnell so hoch werden, dass man sie nicht selbst
zahlen kann.
Gesetzliche Kassenpatienten kennen das Problem nicht. Sie kommen rein. Werden
behandelt. Sie erhalten auch keine Rechnung. Behandelt wird man immer.
Dafür nicht nach allen Regeln derärztlichen Kunst. Hier ist die Fallpauschale das Maß aller
Dinge. Und das Tempo.
Touch-Down.

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