Beiträge senken in der privaten Krankenversicherung

– das geht

Wie macht man es richtig?

 

Wer privat krankenversichert ist, erhält immer wieder Post von seinem Anbieter:

 

„Zum 01.01.201x erhöhen wir Ihren Beitrag um y EURO“. Solange solche sogenannten Beitragsanpassungen nicht jedes Jahr und in starken Steigerungsraten erscheinen, ist alles noch in einem gesunden Rahmen. Denn schließlich leben die Mitglieder statisch immer länger und verursachen durchschnittlich höhere Krankheitskosten. Oder es können in einem Jahr besonders viele Schäden pro Kopf eintreten. Gründe gibt es viele.

 

Doch was macht man, wenn die Beitragsanpassungen exorbitant und in regelmäßiger Folge auftreten.

 

Was man nicht machen soll ist es einfach Bausteine zu kürzen oder die Leistung anderweitig zu reduzieren. Auch die Erhöhung der Selbstbeteiligung ist keine Lösung, da im Krankheitsfall die entstandenen Kosten nur eine höhere Belastung darstellen.

 

Auch ein Anbieterwechsel macht schon nach wenigen Jahren nicht viel Sinn, da das technische Eintrittsalter höher ist und die bereits angesparten Altersrückstellungen zum großen Teil beim bisherigen Anbieter verbleiben.

 

Sinnvoll ist ein interner Wechsel beim eigenen Anbieter. Vor allem dann, wenn man schon sehr lange dabei ist.

 

Hier benutzt man eine Geheimwaffe. Und zwar die lex specialis des §204 VVG.

Denn jeder private Krankenversicherungskunde hat ein Recht, seinen Tarif innerhalb seines Anbieters zu wechseln. Und zwar ohne Verlust von Alterungsrückstellungen.

 

Geheim ist dieser Paragraph nicht mehr ganz so stark wie vor einigen Jahren und es tummeln sich einige Anbieter im Markt, die auf Basis der Ersparnis ein hohes Honorar verlangen. In der Regel zwischen dem acht- bis zwölffachen des eingesparten Beitrags.

 

Was können Sie selbst tun.

 

Ganz ohne Hilfe kommen Sie nicht aus. Für den ersten Schritt reicht es, wenn Sie folgenden Mustertext an Ihren Anbieter senden mit dem Hinweis auf zeitnahe Antwort.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte unterbreiten Sie mir mehrere Angebote für einen Tarifwechsel gem. §204 VVG. Sofern keine leistungsgleichen Tarife existieren, so bitte ich Sie mir die Angebote unter Ausschluss der Mehrleistungen zu unterbreiten.

Sollten sich Leistungsverschlechterungen in meinem Tarif ergeben, so bitte ich Sie, mir diese aufzuzeigen.

Eine Prämienreduzierung aufgrund des internen Wechselns gem. §204 VVG ist mir sehr wichtig und ich bitte Sie um eine zeitnahe Antwort.

 

Je nach Anbieter kann es mehrere Wochen dauern, bis Sie eine Antwort erhalten. Schneller ist es auch möglich. Kontaktieren Sie uns wenn Sie mehr darüber erfahren wollen.

 

 

 

Was passiert da im Hintergrund?

Warum purzeln die Prämien nach solch einem internen Wechsel bei Langzeitversicherten um mehrere hundert EUR pro Monat?

 

Im Laufe der Zeit haben Privatversicherte hohe Sparbeiträge eingesammelt. Die sogenannten Alterungsrückstellungen. Bei einem internen Wechsel werden diese bestehenden Alterungsrückstellungen nun aufgebraucht und auf die weitere erwartete Restlaufzeit angerechnet. Je älter der Vertrag desto höher die Rückstellungen und desto höher die Ersparnis.

 

Nutzen Sie unsere Expertise und senden Sie uns unsere Anfrage per E-Mail oder telefonisch.

 

 

 

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