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Zuallererst muss angemerkt werden, dass es keine Möglichkeit gibt Versicherungen abzuschließen mit denen man sich vor Terror schützen kann. In diesem Artikel geht es um die Folgen von Terroranschlägen in Form von Personen-, Sach- und Vermögensschäden und wie man diese versichern kann. Es gibt unter

1. Unfallversicherungen

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) erklärt diesbezüglich: „Für die private Unfallversicherung gilt grundsätzlich, dass das Risiko, Opfer einer Geiselnahme, einer Explosion oder eines Schusswechsels zu werden und dabei einen bleibenden Schaden zu erleiden, versichert ist.“ Ein Unfall ist definiert mit dem PAUKE Begriff, d.h. plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis. Gerne prüfen wir bestehende Verträge oder beraten beim Neuabschluss.

2. Wohngebäude- oder Hausratversicherung

In den privaten Sachversicherungen wie in der Wohngebäude- oder Hausratversicherung sind Terrorschäden bis maximal 25 Millionen Euro Versicherungssumme mitversichert, wenn eine versicherte Gefahr, wie beispielsweise eine Explosion, den Schaden verursacht hat. Allerdings wird maximal die in der Police vereinbarte Versicherungssumme ausbezahlt. Dies gilt im Übrigen auch für Sachversicherungen für kleinere und mittlere Betriebe, sofern in den Versicherungs-Bedingungen, die der jeweiligen Firmenversicherung zugrunde liegen, Terrorakte nicht explizit ausgeschlossen sind.

Gerne prüfen wir für Sie ob in Ihrem Vertrag dieser Passus enthalten ist.

3. Lebensversicherungen

Auch die Lebensversicherungen bieten bei einem Terrorakt, wie er sich in Paris und Nizza vor Kurzem ereignet hat, nach Angaben des GDV Versicherungsschutz. Besonders für Familien ist eine Risikolebensversicherung oder eine Kapitallebensversicherung mit Todesfallschutz wichtig um Partner und Kinder abzusichern.

4. Berufsunfähigkeitsversicherungen

In der Berufsunfähigkeitsversicherung empfiehlt es sich die Versicherungsbedingungen genauestens zu überprüfen da die Bedingungen sehr stark abweichen. Hier im folgenden ein Beispiel bei dem eine Berufsunfähigkeit in Folge eines terroristischen Anschlags versichert ist. ( siehe Markierung)

Gerne beraten wir Sie zu o.g. Themen. Jetzt kontaktieren. 0711-6366036

 

 

§ 5 In welchen Fällen ist der Versicherungsschutz ausgeschlossen?

Grundsätzlich besteht unsere Leistungspflicht unabhängig davon, wie es zu der Berufsunfähigkeit gekommen ist. Wir leisten jedoch nicht, wenn die Berufsunfähigkeit verursacht ist:

a) durch vorsätzliche Ausführung oder den Versuch einer Straftat durch die versicherte Person; bei fahrlässigen und grob fahrlässigen Verstößen (z. B. im Straßenverkehr) werden wir jedoch leisten;

b) unmittelbar oder mittelbar durch innere Unruhen, sofern die versicherte Person auf Seiten der Unruhestifter teilgenommen hat;

c) unmittelbar oder mittelbar durch Kriegs- oder Bürgerkriegsereignisse; Diese Einschränkung unserer Leistungspflicht entfällt, wenn die versicherte Person auf Reisen oder während eines Aufenthalts außerhalb der Bundesrepublik Deutschland von Kriegs- oder Bürgerkriegsereignissen, an welchen sie nicht aktiv beteiligt ist, betroffen wird.

d) durch Strahlen infolge Kernenergie, die das Leben oder die Gesundheit zahlreicher Menschen derart gefährden, dass zur Abwehr der Gefährdung eine Katastrophenschutzbehörde oder eine vergleichbare Einrichtung tätig wurde;

e) durch absichtliche Herbeiführung von Krankheit oder mehr als altersentsprechenden Kräfteverfall, absichtliche Selbstverletzung oder versuchte Selbsttötung der versicherten Person. Wenn uns jedoch nachgewiesen wird, dass diese Handlungen in einem die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter Störung der Geistestä- tigkeit begangen worden sind, werden wir leisten;

f) durch eine widerrechtliche Handlung, mit der Sie als Versicherungsnehmer vorsätzlich die Berufsunfähigkeit der versicherten Person herbeigeführt haben;

g) unmittelbar oder mittelbar durch den vorsätzlichen Einsatz von atomaren, biologischen oder chemischen Waffen oder den vorsätzlichen Einsatz oder die vorsätzliche Freisetzung von radioaktiven, biologischen oder chemischen Stoffen, sofern der Einsatz oder das Freisetzen darauf gerichtet sind, das Leben einer Vielzahl von Personen zu gefährden und mit dem Einsatz oder dem Freisetzen eine nicht vorhersehbare Veränderung des Leistungsbedarfs gegenüber den technischen Berechnungsgrundlagen derart verbunden ist, dass die Erfüllbarkeit der zugesagten Versicherungsleistungen nicht mehr gewährleistet ist und dies von einem unabhängigen Treuhänder bestätigt wird.

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